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Was ist mit Whale-Watching?

Gut erholt nach einem kurzen Kaffee-Frühstück stand die Entscheidung an, ob wir nun noch eine Bootstour zu den Walen unternehmen sollten. Nun ja, Wale hatten wir ja schon ein wenig vom Ufer aus gesehen, die 9 Uhr Tour war ausgebucht, bis zur 12 Uhr Tour noch viel Zeit, und R250 (rd. 31 EUR) pro Person trotz Studententarif (normal R350, rd. 44 EUR) eine ganze Menge. Wahrscheinlich ist es deswegen so teuer, weil die Erlaubnis zu den Walen fahren zu dürfen so teuer ist. Auch darf sich so ein Boot nicht weiter als 300m an einen Wal nähern - nur wer sagt, dass Wale nicht neugierig sind und zum Boot kommen?
 

Smith Town

Wir setzten also unsere Reise entlang der Küste Richtung Smith's Town fort. Nachdem wir uns gut 40km verfahren hatten, sahen wir sogar das Meer wieder. Ist schon komisch, wenn man plötzlich über Bergpässe, statt entlang des Wassers fährt ;-)

Nach kurzer Rast im Backpackers zu Smith's Town, den wir dieses Mal auf Grund seiner prominenten Lage an der Hauptstrasse sogar gleich gefunden hatten, hatten wir uns für diesen Abend noch ein besonderes Leckerli vorgenommen: Sonnenuntergang am südlichsten Punkt Afrikas.
 

Pinguine in der Boulder Bucht

Auf dem Weg dahin schauten wir noch bei den Pinguinen in der Boulders Bucht vorbei. Dort wurden wir schier von einer Gruppe französischer Touristen überrannt. Gut dass es zwei verschiedene Holzstege zum Strand gibt - wir haben dann doch den anderen genommen. Überhaupt ist die Touristen-Dichte, speziell die der Deutschen, zunehmend in Richtung Kapstadt. Auf dem vorgelagerten Arts&Craft Markt war davon viel zu spüren, da mich ein schwarzer Verkäufer mit den Worten "kost nix" angesprochen hatte. Dann kam noch ein "fast nix". Und als dann noch "billiger als bei Aldi" in akzentfreien Deutsch zu vernehmen war, konnte ich nicht mehr vor lachen... Sind eigentlich noch Deutsche in Deutschland, wenn ca. 80 Mio Deutsche in Namibia und Südafrika unterwegs sind?

Die Pinguine waren im übrigen ziemlich knuddlig, was denen auch wegen ihrer geringen Bauhöhe von knapp 40cm nicht schwer fiel. Da in Südafrika mittlerweile richtig Frühling ist, waren die Tierchen fleissig mit Brautschau, Balz, Paarung und Verteidigung (natürlich des eroberten Weibchens) beschäftigt.

Bei den Pinguinen sind wir gegen 17.15 Uhr losgefahren, was bei einem erfahrungsgemäßen Sonnenuntergang um 18.30 Uhr recht spät ist.
 

Cape Hope Nationalpark

Es stellte sich dann heraus, dass das Kap der Guten Hoffnung ein Nationalpark ist, und wir somit R45 pro Person (5,60 EUR) ärmer wurden. Aber für Nationalparks zahle ich immer wieder gern.

Das Kap bietet am Südzipfel zwei interessante Punkte: der "Cape Point" und der "Diaz Point" mit Leuchtturm. Zum Cape Point führt eine Kabelbahn, deren letzte Fahrt aber gegen 17 Uhr statt fand. Das war uns ziemlich egal, da wir die gut 50 Höhenmeter zum Leuchtturm auch so über gut ausgebaute Wege zu erreichen war. Vorher statteten wir dem wirklichen Kap der Guten Hoffnung, den "Cape Point" noch einen kleinen Besuch ab. Marc zog vor, den Weg von dort bis hoch zum Leuchtturm zu joggen. Das sind gut 150 Höhenmeter - dementsprechend kurz angezogen führte unser Weg über Leuchtturm-Aufsichtshaus zum "Diaz Point". Wie auf den Bildern zu erkennen sein dürfte, sind auf den ganzen Gebiet sehr schöne Panoramen und Felsenkliffe zu bewundern. Der Sonnenuntergang zog sich jedoch wider erwarten noch hin. Marc frohr dabei ziemlich - aber was nimmt er auch keine Jacke mit?! Recht malerisch verzog sich die Sonne gegen 19.15 Uhr hinterm Horizont. Tatsächlich geht hier die Sonne langsamer unter; Marc: "die Erde dreht hier langsamer", gemeint ist natürlich die Oberflächengeschwindigkeit.

Das lustigste stand uns noch bevor. Torschluss ist im Nationalpark gegen "Sonnenuntergang". Nur zieht sich dieser bis gut 21 Uhr hin - zumindest das Restlicht. Nach einer hektischen Rückfahrt erreichten wir doch noch das offene Tor. Der freundliche Security-Mensch hat sich dann noch unsere Daten aufgeschrieben - die Rechnung geht zu AVIS ;-) So mussten wir zumindest nicht im NP bei den Pavianen und Zebras übernachten.
 

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