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Paarl - Afrikaansche Sprachmonument

Der letzte Tag unserer Südküsten-Tour ist angebrochen - mal abgesehen von der ewig langen Heimfahrt. Die Weinregion rund um Kapstadt lag uns zu Füßen. Wir hatten uns die beiden wichtigeren Städte Paarl und Stellenbosch ausgesucht, wobei Franschhoek aussen vor bleiben musste.

Vor einer Weinprobe rund um Paarl lockte noch das Afrikaansche Sprachmonument, welches neben drei Granitkugeln auf einem Berg den höchsten Punkt markiert. Paarl (Perlen) leitet sich von eben diesen Granit-Monolithen her, welche die zweithöchsten der Welt sind. Im Regen sollen diese durch das kristallhaltige Gestein wie Perlen schimmern. Das Denkmal als solches war architektonisch betrachtet sehenswert - obwohl sich wohl selten ein Schwarzer dahin verirren wird.
 

Weinprobe im Weingut Seidelberg

Wir hatten uns nach einigen herumtelefonieren für das Weingut Seidelberg entschieden. Dort haben wir offenbar einer Exil-Schweizerin mit Französisch als Muttersprache, die sich als Ioanna vorstellte, einen willkommenen Grund gegeben, die unliebsame Bestellzettel-bearbeiten-Aufgabe zu unterbrechen. Sie hat uns ein wenig herumgeführt und eine ziemlich private (weil nur 3+1) Führung gegeben. Die anschließende Weinprobe begann mit einem Sekt (nach Champangner Machart), führte über drei Weißweine und drei Rotweine, einen Grappa zu einen abschließenden Gläschen rotem Portwein. Die Krönung war die Mischung aus Portwein und Schaumwein (der Starter) - eine Empfehlungswerte Kombination! Für meinen letzten Abend in Südafrika hab ich mir eine Flasche 2002er "Un Deux Trois" für R68 gekauft. Die Führung und Weinprobe hat uns nichts gekostet, weil sie laut eigener Aussage vergessen hatte, uns anfangs auf die Kosten hinzuweisen. Nach einen kurzem Spaziergang mit anschließendem Besuch in der angeschlossenen Glasmanufaktur ging die Fahrt in Richtung Stellenbosch weiter.
 

Weinroute - Weingut Zorgvlei

Entlang der Weinroute entschieden wir uns für das Weingut Zorgvlei, welches wohl nicht unbedingt das ärmste Weingut der Gegend ist. Dort durften wir dann für R15 pro Person zwei Weissweine und fünf Rotweine probieren - inklusive eines sehr leckeren & preisgekrönten 2001er Shiraz. Leider hatte ich ja schon meine Letzter-Abend-Flasche, sonst hätte ich diese mitgenommen. Wer jetzt denkt, mensch die fahren danach noch betrunken Auto, sei gesagt, so schlimm wars nicht. Immerhin sind es Proben und nicht volle Gläser, und verteilt über mehrere Stunden relativiert sich das ein wenig.
 

Stellenbosch

Angekommen in Stellenbosch checkten wir erstmal im örtlichen Backpackers ein. Bei der anschließenden Stadtbesichtigung führten die vielen Tausend Eichen zu den Eindruck, sich eher in einer südeuropäischen Kleinstadt zu befinden, denn in Südafrika. Die vielen Eichenbäume wurden vom Stadtgründer van der Stel eingeführt und säumen noch heute die Strassen.

Als letztes Highlight haben wir uns für den Abend den Besuch der Stellenboscher "Mistique Boer" vorgenommen. Das ist das zweite Mistique in Südafrika - neben dem in Bloemfontein. Leider war es ziemlich leer, was für eine Samstag Nacht seltsam anmutet. Trotzdem versprüht es auf Grund der zweistöckigen Bauweise einen eigenen Charme, wobei die Dekoration dem Wiedererkennungswert dienlich ist. Auch das Personal schaute fast so aus wie in Bloemfontein. Willkommen Zuhause! *hüstel*
 

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 Weinroute - Weingut

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