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Routen-Planung und dann
doch anders
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Der heutige Bericht stammt von Judit: Eigentlich
..... Wollten wir um 6 Uhr losfahren und haben damit
die "Hausdame" unserer Herberge genötigt
ebenfalls um diese Zeit aufzustehen und den Schlüssel
von uns entgegenzunehmen. Letztlich sind wir erst um
6 Uhr aufgestanden und haben uns gefragt: "Wo fahren
wir heute eigentlich hin?". Zwei von uns Vieren
wollten gerne die Skelettküste (Skeleton Coast)
anschauen, obwohl es da laut Hausdame rein gar nichts
zu sehen gibt, und sie uns auch keine Lodge nennen konnte.
Nichtsdestotrotz haben wir erstmal unser Auto
zusammengepackt, uns noch eine Weile vor die Karte in
den Flur gestellt und über unser nächstes
Ziel gerätselt. Irgendwann haben wir der Hausdame
dann doch Tschüß gesagt, haben noch letzte
Liegenschaften im Zimmer gefunden, und sind in die Stadt
zum Frühstücken gefahren. Also startete der
Tag frei dem Motto: wir frühstücken jetzt
erstmal und überlegen uns in Ruhe, wo wir hin wollen
und dann machen wir gleich noch die Lodge klar.
Also
sind wir ins "Cafe Treffpunkt", welches kurz
gesagt sehr gut und nur von Deutschen bevölkert
war. Nachdem wir uns gestärkt und uns mit leckeren
typisch deutschen Backwaren, wie z.B. Spritzringe, Sesambrötchen,
Käsebrezel und Streuselschnecken, und Postkarten
eingedeckt haben, wussten wir zumindest das Ergebnis
der voll demokratischen Abstimmung bezüglich der
zentralsten Frage dieses Morgens: wir wollen über
die Skelettküste Richtung Etosha Nationalpark fahren.
Mittlerweile
war es ca. 10 Uhr. Also noch zur Post, eine Videokassette
kaufen, Tanken fahren und mögliche Lodges anklingeln
wegen Quartier für die kommende Nacht. Leichter
gesagt als getan. Nach N$20 Telefongebühren wissen
wir, in der Region an und um die Skelettküste sind
die Lodges entweder viel zu teuer oder ausgebucht. Also
was tun? Zelt kaufen und irgendwo unterwegs irgendwie
einfach mal unser Zelt aufstellen - oder die andere
Tour wählen? Wir entschieden uns für die Tour
vorbei an Spitzkoppe über Karibib Richtung Etosha.
Also wollen wir die Übernachtung im Etosha gleich
noch buchen. Welch ein Wunder, es klappt! Für die
nächste Nacht ist gerade noch ein Bungalow für
4 Personen für 590N$ frei! Das aber wiederum heißt,
wir müssen bis Sonnenuntergang im Etosha sein,
denn dann schließt das Tor des Nationalparks!
Na dann nix wie los - wir haben noch 560 km vor uns
und wir hatten es ja schon 11:30 Uhr.
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Spitzkoppe - Edelsteinkauf
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Nachdem wir auch die richtige Straße aus der
Stadt raus gefunden haben ging es mit Volldampf in Richtung
unseres Zwischenziels, der Spitzkoppe. Dort kletterten
wir einfach ein bisschen rum und genossen die Aussicht,
und schauen uns ein paar Felsmalereien an.
Auf
der Weiterfahrt hielten wir bei einem der vielen Straßenverkäufer
an, weil Ronny sich einen Halb-Edelstein kaufen wollte.
Jedoch war kein Verkäufer weit und breit zu sehen.
Ronny legte einfach mal einen Zwanziger hin und gut.
Als wir weiterfuhren winkten uns immer wieder ein paar
Schwarze hinterher. Vermutlich sollten wir doch bitte
mal anhalten. Haben sie uns gesehen und wollen jetzt
ihr Geld?
Ein zweites Mal hielten wir später
an einem Stand an. Der Verkäufer stellt sich uns
nach einer Weile als Engelhardt Eule vor. Er wohnt gleich
in der nächsten Siedlung, genau wie seine Mutter
und seine Schwester. Er hat natürlich Ziegen und
weiteres Kleingetier. Er fragt uns, ob wir was zu Essen
für ihn hätten und wir dürften uns ein
paar seiner Halb-Edelsteine als Gegenleistung aussuchen.
OK wir gab ihm ein halbes Brot, Kekse und ein 5l Kanister
Wasser.
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Etosha Nationalpark
- erste Tiere und Nachtrag
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Dann mussten wir echt weiter, es war schon kurz vor
drei und wir hatten immer noch fast 500 km vor uns.
Also gab ich Gas und fuhr mit einer durchschnittlichen
Geschwindigkeit von 170 km/h Richtung Ziel. Die Strasse
zum Etosha sah fast immer gleich aus. Rechts und links
ein breiter Grasstreifen, dann ein Zaun, und danach
Bäume und Büsche. Immer wieder sahen wir Warzenschweine,
Paviane, Kühe, und wieder Warzenschweine, Warzenschweine,
Warzenschweine. Mit dampfenden Reifen trafen wir kurz
nach 18:00 Uhr am Südtor des Etosha Nationalparks
ein.
Schon auf dem ersten Kilometer im Etosha
sahen wir jede Menge Springböcke, ein paar Giraffen
und Zebras. Die Lodge ist einfach super - für N$590
die Nacht. Wir konnten sogar bis zum Wasserloch sehen,
und somit immer mal schauen ob ein paar Tiere da sind.
Also gingen wir kurz nach unserer Ankunft hin und beobachteten
die Tiere. Gleich war da eine Horde Elefanten da!
Danach
machten wir es uns noch vor unseren Bungalow am Braai
gemütlich. Es war wunderbar warm draußen.
Als wir dann gegen Mitternacht noch mal ans Wasserloch
gingen, standen da ein paar Nashörner und Elefanten.
Eines davon legte sich sogar fünf Meter von uns
entfernt hin und pennte ne Runde - Rhino sollte man
sein. Was soll ich sagen: eine halbe Stunde später
taten wir es dem Rhino gleich - aber nicht am Wasserloch,
sondern jeder in seinen Bett.
Nachtrag am Tag
10, Ronny: Nachdem ich es nun einige Zeit bedauert habe,
den "Welwitscha Nature Path" verpasst zu haben,
aus Mangel an Vorbereitung, habe ich nun zusätzlich
herausgefunden, dass dieser 60km östlich vom Swakopmund
auf unserer Strecke lag - gleich neben der sog. Mondlandschaft.
Dort gibt es die weltberühmte Welwitscha Pflanze
zu sehen - eines der lebenden Fossile, weil einige von
denen um die 1500 Jahre alt sind, und immer noch gedeien.
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