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in Deutschland mit Palmen

Nachdem wir sehr gut bis 7:30 geschlafen haben, stand die Frage nach Sandboarding. Glücklicherweise klingelte unser Lodge-Chef den zuständigen Mann im Ort an, der uns dann auch wenig später ein unschlagbares Angebot von N$300 pro Person offerierte. Auch Judit und Marc wollten sich das dann doch nicht entgehen lassen.

Vor dem wilden Ritt kehrten wir noch fix für Frühstück ins Café Prost ein. Wären rund um das Restaurant keine Palmen, und das bedienende Personal nicht durchgehend farbig, man würde denken man ist in Deutschland. Die Speisekarte war im übrigen zweisprachig: erst Deutsch, dann Englisch! Judit und ich haben uns für ein Bauernfrühstück entschieden, Thomas labte sich an einen Toast Hawaii, und Marc fand das Tomaten-Schinken-Omelette auch recht lekker. Auch diverse andere deutsche Spezialitäten konnten in der zugehörigen Bäckerei gekauft werden. Sogar belegte Brötchen - echte Schrippen - gab es, z.B. mit Hackfleisch! Nebenbei konnten wir die neuesten Nachrichten aus der "Allgemeine Zeitung" lesen - natürlich auf Deutsch!
 

Düne 7 - Sandboarding

Nach dem Frühstücken ging es dann endlich zum Sandboarding. Wayne stellte sich als "Sandboard-Dude" vor, was ihm uns sofort sympatisch machte. Aus seinem VW Bus drang dann auch die ganze Zeit über recht chillige Musik (z.B. Buddha Bar). Auch ein paar Biers durften nicht fehlen - natürlich nur frisch gekühlt aus der Kühlbox. Zu den Sandboards lässt sich sagen, dass das ganz normale Snowboards sind, die mit einen speziellen Beschichtung (wie alte Küchenplatte) versehen sind. Aber die Softboots sind speziell an das Sandboarden angepasst, sprich nicht so dick und aus Leder. Das Hochfahren auf die Dünenkante wurde per Quad erledigt, wobei man auf dem Sozius Platz nahm, und das Board zwischen sich und Wayne klemmte. Insgesamt sind wir jeder etwa 6x gefahren. Der Sand unter dem Brett fühlt sich dabei so etwa wie schwerer Pulverschnee an. Die Düne 7 ist mit 100m so ziemlich die höchste in der Gegend, und doch ist die Abfahrt zu kurz, dafür aber mit 45° sehr steil. Aber diesen Anstieg braucht man auch, da der Sand trotz Wachsbeschichtung der Boards enorm bremst. Boarden ist im übrigen nur an der windabgewandten Seite sinnvoll zu betreiben, da dort der Sand weicher ist. Marc und Judit haben somit auch ihre ersten Erfahrungen auf dem Board gesammelt. Und Thomas fuhr schon einen Winter, aber war erstaunlich geschickt und beherrschte sogar die Drehungen zu beiden Seiten.
 

Langstrand - Quad-Safari

Einen Tip von Wayne folgend, bogen wir auf halben Weg nach Swakopmund bei Langstrand (Longbeach?) zur "Dare Devil Adventures" zum Quad fahren in den Dünen ein. Wir haben uns für die Sundowner-Tour (N$280) entschieden, welche nach Spass auf dem Quad noch einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer bei einem Bier versprach. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Das Gefetze mit dem Quad durch die Dünen entsprach so ziemlich genau meinen Vorstellungen. Und die Gesamtdauer von 1,5h war auch okay. Nur Judit wurde als Mädel bisschen zu doll "geschont". Unser Guide riet (verbot) ihr doch glatt im Freifahrgelände umherzudonnern. Freifahrgelände heißt in dem Falle, dass man in einem 200x200m Gebiet frei herumfahren kann, und z.B. Rollercoaster an der Dünenwand probieren konnte. Rollercoaster sind die parabelförmigen Fahrten - als die Düne hoch bis es nicht mehr geht, und dann wieder hinunterfahren. Der Rest der Tour gestaltete sich so, dass man ziemlich strikt hinter dem Guide bzw. Vordermann (wir fuhren in Reihe) herfährt. Ab und zu fährt man halt im frischen Dünensand links und rechts der Spur. Leider sieht man aber vom Quad die Dünenränder so schlecht. Daher schaute ich ein wenig verdutzt als ich mit einen Vorderrad in der Luft hing. Alles halb so wild, das Bike zurückziehen, und weiter gings. Der Sonnenuntergang war echt sehenswert, wie auf den Bildern zu sehen ist.
 

Swakopmund - Unterkunft

Diesmal hatten wir keine Probleme einen Backpacker zu finden. Gleich der erste hatte ein Viermannzimmer frei! Die Verständigung mit der Chefin im Backpackers funktionierte recht gut, da sie EGAL sprach - also Englisch, German oder Afrikaans.

Da wir vor Start der Sundowner-Tour noch rund eine Stunde Zeit hatten, konnten wir vor dem Quadbiken noch die Lodge buchen, und unsere Vorräte auffüllen. Das war zwar ein wenig hektisch, aber doch zeitlich passend. Aber wie immer funktionierte alles reibungslos und ohne größere Probleme.
 

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 Düne 7 - Sandboarding

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