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Sossusvlei Salzpfannen
- Sandsturm - Dünen
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Den heutigen Bericht hat Marc geschrieben: Als wir
morgens gegen Sechs in unserer Loge erwachten, war uns
schon klar, dass der Tag ein Harter wird. Der Sturm
(besserer Wind), der einige Expeditionsteilnehmer vom
Schlafen abgehalten hat, hatte sich bis zum morgen nicht
gelegt. Nichtsdestotrotz brachen wir nach der ersten
Kanne schönen schwarzen und heißen Kaffees
in Richtung der lebensfeindlichen Salzpfannen - der
so genannten Sossusvlei auf. Für das Permit, diese
Region des Landes zu besuchen, wurden wir gezwungen
N$80 zu zahlen - pro Person versteht sich. Damit war
und wird der der Weg in das Vlei für weitere Abenteurer
geebnet (ab Parkeingang bis zum Parkplatz 60km Teerstrasse
um Verwehungen und ungewollte "Verbreiterung"
vorzubeugen)
Leider wurde uns das Schauspiel
verwehrt, einen Fluss in der Wüste versickern zu
sehen (das geschieht nur in der Regenzeit und die war
ja grad nicht). Während dieser Zeit ist das komplette
Vlei für jeglichen Zugang gesperrt. Doch besser
der Reihe nach. Nach Erhalt der Zugangserlaubnis fuhren
wir in Richtung Westen bis der sandige Untergrund kein
weiteres Vorankommen mit dem Auto zulies. Nach harten
Verhandlungen mit einheimischen Führern, die versprachen
uns schnell und bequem ins Vlei zu bringen, brachen
wir wegen der zu hohen Honorarvorstellung doch allein
und zu Fuß auf. (ab dem Tourieparkplatz durfte
man nur mit allradgetriebenen Fahrzeugen bis in das
eigentliche Vlei, ein Shuttle Service war mit weiteren
N$90 aus unserer Sicht stark überteuert)
Da
sich der starke Wind in der in der Wüste wie erwartet
zum Sandsturm entwickelt und uns damit fast vollständig
die Sicht genommen hatte, entschieden wir den Begehungsversuch
abzubrechen und zur Orientierung auf einer Dünenflanke
die Spitze zu erreichen. (Der Wind war wirklich schlimm,
und wer die Augen aufmachte hatte nicht nur richtig
Sand drin, sondern konnte auch ganze 70m weit sehen.
Und wenn man schon mal in einer echten Sandwüste
ist sollte man schon auf ne Düne hoch, um sich
das ganze einmal von oben anzusehen.)
Herr Hartenstein
erwähnte in einem späteren Gespräch über
unser Fahrt zu den Salzpfannen, dass die dort angesiedelten
Bäume einen Sinn für Ästhetik haben müssten.
Und er hat Recht! Gerade in der von uns vorgefundenen
Atmosphäre boten sie einen unvorstellbaren Anblick
- zum Teil mystisch-unheimlich, zum Teil schlichte Schönheit.
(Information für Cineasten: Drehort für "The
Cell" )
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Dünenbesteigung
- miese Karten
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Als wir uns gegen den Sturm zum unserem Fahrzeug
zurück gekämpft hatten und die Weiterfahrt
antraten, besserte sich das Wetter mit jedem Kilometer.
An der Düne 45 entschieden wir kurzerhand, trotz
des immer noch starken Windes, zu einer weiteren Dünen-Besteigung.
Obwohl wir Frau Ulbricht am Fahrzeug zurückließen,
und einige Teilnehmer mit dem Gehen im heißen
Sand ihre Probleme bekamen, schafften wir es auch auf
dieser den oberen Rand zu erreichen. Auf dem Weg gelangen
uns hervorragende Aufnahmen der Fauna und Topografie
der Umgebung und Dünen. (Ich hab auf dem Hochweg
fast schlapp gemacht, vermutlich wegen des Schuhwerks.
Judit hatte keine Lust mit zu kommen. Wir haben Bilder/Film
gemacht, die unvorstellbare Landschaft schaut ihr am
besten darauf an - beschreiben kann man sie eh nicht
gut genug. Ausserdem haben wir lustige Wüstenkäfer
gesehen die sich einbuddeln und deren Namen wir erst
noch in Erfahrung bringen müssen)
Nach
einem unfallfreien und ereignislosen Abstieg setzten
wir unsere Fahrt in Richtung der "Wahlfischbucht"
fort. Die Unzulänglichkeiten des uns zur Verfügung
stehenden Kartenmaterials wurden wir uns auf dieser
Tour auch wieder sehr bewusst. Ortschaften, auf unseren
Karten noch als solche markiert, entpuppten sich als
einzelne Camps in der Wüste. Glücklicher Weise
führten, entgegen unseren Erwartungen, fast alle
dieser Camps Benzin. (fast alle eingezeichneten Orte
unter 1000 Einwohner wahren bessere Tankstellen mit
Ortsnamen)
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Streuselkuchen in Solitair
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Als wir Treibstoff nachfassen mussten, hielten wir
an einem Camp namens "Solitär". Nach
dem die Domestiken uns den Wagen betankt hatten, ließen
wir uns noch zu einem Kaltgetränk und Streuselkuchen
nieder. Der freundliche Wirt bewarb seinen Kuchen mit
dem Zweizeiler: Was will man in der Wüste mehr,
Als Streuselkuchen in Solitär.
Uns sind
zwar einige Dinge eingefallen, jedoch ist der Kuchen
dort doch sehr empfehlenswert. Ferner war auch das Mischbrot,
welches dort erhältlich war, nicht zu verachten.
Hier bemerkten wir mal wieder den deutschen Einfluss
auf die Backkunst Namibias, was uns nach entbehrungsreichen
Wochen natürlich umso mehr freute. Die zurückgelassen
Vehikel unter der Wüstensonne machte den Eindruck
des verlassenen Wüstenflecks perfekt (Der Deko-Schrott-Oldtimer
eignete sich hervorragend als Fotomotiv. Ausserdem gab
es dort wirklich das beste Brot, was wir seit langem
essen durften - sonst kriegt man ja nur "Gummikack".)
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Gaub Pass und Kauiseb
Pass
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Frisch gestärkt haben wir die Weiterfahrt angetreten.
Auf unserer Route über die Pisten Namibias war
es nun an uns zwei Pässe zu überwinden. Derer
waren zum einen der "Gaub-Pass", nicht unbedingt
ein Pass nach abendländischem Sinne, eher eine
Art Bergüberquerung auf der weiten Ebene des Hochplateaus;
zum anderen der negative "Kuiseb-Pass" der
sich als Felstalquerung entlarvte. Der phantastische
Ausblick, den wir in diesem Tal geniesen durften, ist
schwer in Worte zu fassen. Ich wage zu vermuten, dass
er am ehesten vergleichbar ist mit eine europäischen
Klamm, oder den Schluchten in der Nähe des Ortes
Verdon in Frankreich. (alles wahr, und erst echt ein
schönes Tal, nur nicht so tief wie die bei Verdon)
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Walfischbucht
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Nach einer weiteren Stunde halsbrecherischer
Wüstenfahrt waren wir endlich in Walfisch-Bucht
angekommen. Im Nachhinein war uns wieder einmal schmerzlich
klar geworden wie unvorsichtig es ist ohne ein sicheres
Ziel oder einer Unterkunft aufzubrechen. Wieder einmal
hatte die angestrebte Lokalität geschlossen als
wir ankamen. Interessanterweise schon länger. Das
von uns in Solitär gefundene Werbefaltblatt war
trotz des aktuellen Aussehens also nicht mehr gültig.
Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen fragten wir natürlich
einige Einheimische, die uns bereitwillig den unbewohnten
Nachbarbungalow anboten. Nach einer halben Stunde in
ihrer Wohnstube, in der sie versuchten den Vermieter
zu erreichen, beschlossen wir auf ihr Angebot, uns ein
anderes Gasthaus zeigen, einzugehen. Eines der Ersten
entsprach unseren Vorstellungen, und nach einer kurzen
Verhandlung, in welcher der Preis auf Grund unserer
Schilderung der Umstände stetig fiel, konnten wir
unsere Zimmer beziehen und uns auf die Abenteuer der
nächsten Tage freuen.
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