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Stadtrundfahrt Lüderitz - war wohl nichts

Heutiger Bericht von Thomast: Der 4. Tag unserer Reise begann erst um 7 Uhr. Wir hatten uns geeinigt erst zu diesem Zeitpunkt aufzustehen, da wir uns erhofften um 8 Uhr an einer Tour durch Lüderitz teilnehmen zu können. Als wir aber um 5 vor 8 immer noch nicht den Tourleiter erreicht hatten, wurde uns klar dass wir unser Glück auf eigene Faust versuchen mussten, und fuhren einfach Richtung Innenstadt, um uns einen Überblick über diverse Veranstalter von solchen Führungen zu verschaffen. Nach kurzer Suche wurden wir auch fündig, und freuten uns in einem deutschsprachigen Souvenirgeschäft eine deutschsprachige Führung buchen zu können. Nachdem wir uns alle mit Souvenirs im Wert von insgesamt ca. 30? eingedeckt hatten, packten wir also unsere Sieben Sachen zusammen. Aber als wir am vereinbarten Treffpunkt angekommen waren, konnte uns die Ladenbesitzerin leider nur mitteilen dass die Führung nicht stattfinden könne, da der Führer seinen VW Golf nicht zum Laufen brachte.
 

Geisterstadt Kolmannskuppe

Kurz entschlossen buchten wir die Alternativ-Führung durch die 10 km entfernte Geisterstadt Kolmannskuppe, wohlwissend dass wir noch einmal zurück nach Lüderitz müssen um unsere am vorigen Abend vorgefertigten Emails abzuschicken. Kolmannskuppe hielt meiner Meinung nach was es versprach, aber ich denke, unser Bildmaterial spricht für sich selbst. Sehr krass war die Tatsache, dass wir die Tour mit 20 anderen Deutschen absolvierten. Die Tour als solches war sehr interessant da die Vorfahren unseres Guides wirklich in dieser Stadt lebten, und er somit sehr viel über die Geschichte der Stadt wusste. Nach einem zweistündigen Fotoshooting der etwas verstaubten Ortschaft machten wir unseren kleinen E-Mail-Abstecher in Lüderitz und setzten unsere Reise in Richtung Sossusvlei fort.
 

Deutsche Invasion - Strauße, Antilopen und Springböcke

Als der Tankwart Marc dann erzählte, dass Deutschland leer sein müsse weil bei ihm ständig Deutsche tanken würden, wurde uns das ganze Ausmaß der deutschen Invasion in Namibia bewusst. Die weitere Fahrt wurde wie schon so oft landschaftlich sehr reizvoll und deshalb legten wir immer wieder ein paar Fotosessions ein.

Der Sonnenuntergang um 18:00 war dabei ein echtes Highlight. In der Dämmerung konnten wir dann sogar Wildpferde, Straußen, Kudus, Oriks-Antilopen und Spring Bukees beobachten. Unser Ziel Sesriem erreichten wir dann um ca. 20 Uhr. Da in Namibia kaum Menschen nach Einbruch der Nacht unterwegs sind bedeutete das schlechte Karten auf der Suche nach einer preisgünstigen Gelegenheit zum Übernachten. Und das Sesriem nur aus einem Camping-Platz und einem Luxushotel weit über unserer Gehaltsklasse bestand, verbesserte dass nicht merklich.
 

Suche nach Unterkunft

Nach unserer einstimmigen Abstimmung, nicht im Auto schlafen zu wollen, entschieden wir uns dann doch, uns einmal im Hotel über die Preise zu erkundigen. Wie erwartet konnten wir es uns nicht leisten hier zu bleiben. Da die Frau an der Rezeption aber überaus nett war und anscheinend Mitleid mit uns hatte, informierte sie sich per Telefon über andere Möglichkeiten wo wir in der Nähe übernachten könnten.

Nach ca. 30 km und etwas Glück fanden wir dann auch etwas Passendes. Zwar wurde uns bei den Normalpreisen für die Übernachtung von 50? pro Person wieder etwas schlecht. Doch ohne Frühstück, mit Doppelbetten und viel Mitleid konnte auch uns ein angemessener Preis von 30? für die Übernachtung gemacht werden. Wir wurden auch herzlich mit Begrüßungskakao empfangen und sogar noch der Wasserboiler der Dusche mit Holz befeuert.

Der letzte Höhepunkt des Tages bildete der wahnsinnig geile Nachthimmel, der von Marc und Judit mit der Spiegelreflex-Kamera festgehalten wurde.
 

mehr Fotos

 Geisterstadt Kolmannskuppe - Namibia

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