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Fish River-Canyon
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Heutiger Bericht von Judit: Heute hat unser Wecker schon um Viertel nach Fünf
geklingelt. Für unsere Verhältnisse haben
wir unsere fünf Sachen relativ schnell zusammengepackt
und sind losgemacht zum Aussichtspunkt des Fish River
Canyon, dem zweitgrößten Canyon der Welt
nach dem Grand Canyon in den USA. Also ging es wieder
über Schotterstrassen zwischen hohen scharfen Bergen
hindurch und wir sahen nichts als Fels, Stein und Sand.
Um diese Uhrzeit hatten wir eine Außentemperatur
von gerade einmal 11 Grad - was den restlichen Tag auch
nicht wesentlich mehr geworden ist, da wir maximal 17
Grad hatten! Deshalb haben wir unser Frühstück
am Canyon dann doch lieber im Auto gemacht. Solche Temperaturen
und solcher Wind gehen bei uns einfach echt gar nicht
mehr! Kaum hatten wir unsere Brote ausgepackt kamen
immer mehr Vögel zu unserem Auto (Grüsse an
Jens ;-) und wollten ebenfalls was haben! Letztlich
waren da ca. 20 dieser Vögel neben, auf und vielleicht
sogar auch unter unserem Auto - I don´t know.
Wir haben uns nicht allzu lang am Canyon aufgehalten
- es war einfach zu kalt und wir hatten noch einen weiten
Weg vor uns: bis Lüderitz.
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Seeheim - deutsche Kriegsgräber
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Also hat sich Marc hinters Steuer geklemmt und los
gings. Abgesehen von unserer ersten Flussüberquerung
am Löwen-Fluss kurz vor Seeheim war auf dieser
Strecke einfach mal nichts als Halbwüste. In Seeheim
wollten wir eigentlich tanken. Wir dachten: kein Problem,
ist in der Karte als Secondary Town eingezeichnet. Es
wird also so klein nicht sein und wir werden schon Benzin
bekommen. Ja - war wohl nix ... Seeheim war einfach
nur ein Kaff: ein Hotel, zwei Häuser und kein Benzin.
Dafür eine zwar kurze aber hundmiserable Strasse,
auf der wir 2 oder 3 Aufsetzer hatten und am Ende erst
einmal unser Auto gecheckt haben. Aber es war alles
OK. Also ging es weiter nach Goagep in der Hoffnung
dort Tanken zu können, auch wenn es nicht dringend
notwendig gewesen wäre, aber in Namibia sollte
man sich halt echt überlegen wie weit man noch
kommen möchte. Bis Seeheim war die ganze Strecke
übrigens nur Schotterpiste!
Kurz vor der Stadt "Aus"
haben wir uns dann - einem Hinweisschild folgend - noch
einen Friedhof mit Kriegsgräber angesehen. Es hat
schon etwas sehr seltsames in einem so fernen Land deutsche
Gräber zu sehen, dazu noch mit so total deutschen
Namen wie Johann, Anna, Otto oder Gertruida Johanna.
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Lüderitz Bay
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Von Aus war es dann nicht mehr weit bis nach Lüderitz.
Dort haben wir uns bis zum Backpackers in der Schinzstrasse
durchgefragt, und den auch gefunden und uns da erstmal
eingerichtet und einen Kaffee getrunken. Das Familienzimmer
haben wir für sehr günstige rund 130N$ bekommen.
Während die anderen zwei Postkarten geschrieben
haben sind Ronny und ich erstmal los in den nächsten
Supermarkt um die Vorräte aufzufüllen. Ich
war erstaunt, das es hier tatsächlich wesentlich
mehr deutsche Produkte gibt als in Südafrika: Haribo,
Toblerone, Fishermans Friend, Ölsardinen usw. Später
sind wir noch an der örtlichen Waterfront Essen
gegan-gen: natürlich Fisch! Selbst Ronny wollte
Muscheln probieren - aber nur im Steak versteckt. Dazu
wurde noch einen leckren Rotwein gereicht, "Schön
war`s".
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