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| Condor fliegt wieder - ab 99,- Euro nach USA und Karibik |
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26.05.2004 (Frankfurt, Köln):
Condor ist wieder am Himmel: Ab sofort fliegt die Fluggesellschaft des zweitgrößten deutschen Reisekonzerns Thomas Cook wieder unter dem eigenen Markennamen. Das Unternehmen will vor allem den Billigfliegern Konkurrenz machen: Langstreckenflüge nach Amerika, in die Karibik, nach Afrika und Asien soll es ab 99 Euro geben, kündigte Vorstandsmitglied Ralf Teckentrup an. Im Mittelstreckenbereich wolle die neue Condor mit Preisen ab 29 Euro pro Flug für sich werben.
Die Tochter von KarstadtQuelle und Lufthansa kündigte an, dass ihre Fluggesellschaft ihre 34 Flugzeuge erneut umspritzen wird und unter dem wiederentdeckten Namen Condor Langstreckenflüge anbieten wird. Dies wurde heut in Frankfurt mitgeteilt. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren erst hatte der Reiseveranstalter angekündigt, den Condor-Kranich vom Himmel verschwinden zu lassen und künftig unter dem Namen 'Thomas-Cook powered by Condor' zu fliegen. Die wiedergeborene Condor soll in direkten Wettbewerb zu Billigairlines wie Ryanair, Germanwings oder Hapag-Lloyd-Express treten. Der Anteil von Einzelreisenden, die keine Thomas-Cook-Pauschalreise buchen, soll von derzeit 6 auf 30 Prozent steigen, wie das Tochterunternehmen von KarstadtQuelle und Lufthansa mitteilte.
Erst vor zwei Wochen hatte der Chef des Flughafens Köln/Bonn, Michael Garvens, ebenfalls angekündigt, h, dass ab kommenden Sommer eine, wenn nicht sogar zwei US-Fluglinien Flüge in die USA ab einem Einstiegspreis von rund 100 Euro anbieten sollen. Mehr wollte Michael Garvens noch nicht durchsickern lassen, obwohl die Angelegenheit bereits in trockenen Tüchern sei.
Ab heute offeriert Condor die günstigen Konditionen, die wie bei den Billigfliegern im Internet zu buchen sind. Auch im Reisebüro wird kein Aufschlag verlangt. Sogar der Zubringerdienst für Condor ist bereits geklärt: Aufgrund der Zugehörigkeit zum Lufthansa-Konzern sei die Einbindung in das innerdeutsche Zubringersystem der Lufthansa gesichert, so Vorstandsmitglied Ralf Teckentrup: 'Das hat kein anderer Wettbewerber zu bieten.'
Wo in Köln / Bonn die dort einfliegenden Billigflieger wie Germanwings und HLX die Maschinen für die Langstrecke füllen und Gäste innerhalb Europas verteilen sollen, kommt bei der Condor die Lufthansa zum Zuge. Für die Gäste der Condor bedeutet dies, dass der Anschussflug der Lufthansa wartet, falls sich auf der transatlantischen Verbindung Verspätung einschleicht. 'Auch das Gepäck wird bis zum Ziel durchgescheckt', sagt ein Thomas-Cook-Sprecher. Die Lufthansa, die erst jüngst 15 Airbusse 380 für die Langstrecke geordert hat, hat kein Problem damit, der Condor zuzufüttern. 'Wir glauben, dass genug Wachstum da ist', so Sprecher Frank Püttmann. Gleichzeitig füttert dann die Eurowings-Tochter Germanwings in Köln / Bonn einem US-Billigflieger zu. Die Mutter fliegt gleichzeitig - wie andere Gesellschaften auch - im Regionalverkahr im Auftrag der Lufthansa. Damit bringt Eurowings Condor Passagiere für Fernflüge.
Angesichts des seit zwei Jahren rückläufigen Marktes für Pauschalreisen müsse sich Condor im Geschäft mit Einzelplatzkunden deutlich bessere Marktanteile erarbeiten. Das Ergebnis der Thomas-Cook-Tochter solle sich bis zum Geschäftsjahr 2005/06 um 240 Millionen Euro verbessern. Die Steigerung werde zu jeweils einem Drittel durch Einsparungen bei Personal, Sachkostensenkungen und Ertragssteigerungen aus dem Zusatzgeschäft erzielt, sagte Teckentrup. Damit werde die Airline im Geschäftsjahr 2005/06 dem Konzern einen Ergebnisbeitrag von 70 Millionen bis 80 Millionen Euro liefern. Zur Senkung der Personalkosten liefen derzeit Gespräche mit den Gewerkschaften.
Der Reisekonzern Thomas Cook hatte das vergangene Jahr mit einem Verlust von über 250 Millionen Euro abgeschlossen. Nach früheren Aussagen soll der Fehlbetrag in den laufenden zwölf Monaten halbiert und operativ die Gewinnschwelle erreicht werden. An der Thomas Cook AG sind die Deutsche Lufthansa und KarstadtQuelle zu jeweils 50 Prozent beteiligt.
[ddp,afp,kr,Hotelkritiken]
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