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Hilton Vienna in Wien wiedereröffnet - größtes Hotel Österreichs

19.05.2004 (Wien):
Am Montag konnte das frisch renovierte Hotel Hilton Vienna am Stadtpark feierlich neu eröffnet werden. Auf 35.000 Quadratmetern türmen sich 534 Zimmer und 45 Suiten, zusätzlich wurde der größte Hotel-Konferenzraum Österreichs errichtet. Während im Inneren vornehmlich helles Holz und warme Farben das Ambiente bestimmen, ziert der nachts erleuchtete 'Magic Cube' von Architekt Hans Hollein das Dach des Gebäudes. In 18 Monaten wurden 61 Millionen Euro verbaut.

Auf diese 'neue Dachkrone' war Hollein besonders stolz, denn 'um alles, was da oben am Dach ist, haben wir lange kämpfen müssen'. Nun erstrahlt nachts sein Glaskubus in mattweißem Licht auf dem rund 71 Meter hohen Hotel-Turm, wenn auch wesentlich kleiner als ursprünglich vorgesehen. Durch ihn werde 'die Dialektik zwischen Wien-Mitte und dem Stephansplatz' unterstrichen. Unmittelbar darunter wurden stehen auf zwei Etagen Büros zur Verfügung.

Doch auch im Inneren blieb kaum ein Stein auf dem anderen, was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass man mit den gezeichneten Plänen zwei Fußballfelder bedecken könnte, wie sich der ausführende Architekt Dieter Hayde erinnerte. Heraus kam unter anderem ein neuer Club für Jazz-Liebhaber, der von Musiklegende Joe Zawinul betrieben wird, aber auch der größte Konferenzraum der Innenstadt. Dieser kann sogar mit Autos befahren werden kann, sollte ein Hersteller seine neuesten Karossen der Öffentlichkeit präsentieren wollen. Bis zu 870 Gäste fasst dieser Raum, der sich am Platz des ehemaligen Busterminals über 830 Quadratmeter erstreckt.

Gaumenfreuden verspricht Chefkoch Christian Haller in seinem neuen Restaurant S'PARKS. Die Gäste des neuen Wiener Hilton erwartet eine ansprechende Lobby mit einer großzügig gestalteten Bar, sowie ein Fitness- und Wellnessclub. Ausreichend Raum für gute Geschäfte findet sich in den zwei Executive Floors mit eigener Lounge und sieben Penthousesuiten. Modernste technische Ausstattung und kabelloser Internetzugang im ganzen Haus lassen keine Wünsche offen.

'Wenn es so weiter geht, wird 2005 ein Top-Jahr werden', blickte Generaldirektor Rico de Schepper optimistisch in die Zukunft, die auch für einen guten Teil der ehemaligen Mitarbeiter wieder im Hilton liegt. Von den 190 Mitarbeitern, die 2002 beschäftigt waren und wegen der vorübergehenden Schließung ihre Stelle verloren, seien 140 wieder zurückgekehrt, versicherte de Schepper. Insgesamt wolle man bis Ende des Jahres 320 Beschäftigte haben.

Die Hälfte des Hotels gehört der Firmengruppe Soravia, die anderen 50 Prozent hält die Familie Dichand. 'Wir sind mit der Rendite sehr zufrieden', trat Hanno Soravia Gerüchten entgegen, er wolle das Gebäude schnellst möglich verkaufen. Es gebe hier keinen Druck, 'wenn aber ein Angebot kommt, das man nicht ablehnen kann...', schloss Soravia vieldeutig.  

Bei 'einem so tollen Hotel' sei der Erfolg garantiert, freute sich Bürgermeister Michael Häupl (S), der die Gedenktafel zur Einweihung enthüllte. Er sei zuversichtlich, dass die Pläne für den neuen Bahnhof Wien-Mitte 'binnen Jahresfrist' zur Baureife gebracht werden könnten, damit der alte 'Schandfleck' verschwinde und das gesamte Areal in neuem Glanz erstrahle.

Bei der Einweihung wurde dabei gleich die nächste 'Ausbaustufe' angekündigt. Architekt Hans Hollein wird am früheren Busparkplatz ein S-förmiges Bürogebäude - genannt 'Die Welle' - planen. Im Gespräch der 'Presse' dementiert Hilton-Miteigentümer Hanno Soravia jedoch Meldungen, wonach ein neuer zentraler Büroturm entstehen wird: 'Es wird weniger als die Hälfte des Hilton hoch', sagt Soravia - also maximal 30 Meter. Außerdem wird der Neubau 'auf Stelzen stehen', weil er sonst das neue Konferenzzentrum verdecken würde: 'Der Bau geht erst im dritten Stock los', sagt Soravia. Insgesamt 5000 m2 an Nutzfläche sollen in der 'Welle' untergebracht werden. Da das Areal erst umgewidmet werden muss, ist mit einem Baubeginn nicht vor 2006 zu rechnen.



 


[Kurier, Standart, Vienna, Hotelkritiken]


 
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