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Air France und KLM Fusion perfekt - weltgrößter Flugkonzern

05.05.2004 (Paris, Brüssel):
Air France und die niederländische Fluglinie KLM schließen sich zum größten Luftfahrtkonzern Europas zusammen. Das am Dienstag veröffentlichte Ergebnis des Übernahmeangebots bedeutet, dass der Zusammenschluss bis Mitte September umgesetzt werden kann. Weltweit wird Air France-KLM gemessen am Passagieraufkommen Platz vier hinter den US-Airlines American, Delta und United einnehmen, gemessen am Umsatz sogar Rang eins.

Die neue Dachgesellschaft Air France-KLM wird durch Aktientausch gebildet. An die Spitze des Unternehmens mit zusammen 106.000 Mitarbeitern tritt der bisherige Air-France-Chef Jean-Cyril Spinetta. Beide Fluggesellschaften fliegen unter ihren angestammten Namen weiter - mit 540 Flugzeugen zu weltweit 226 Zielen. Ihre Hauptdrehkreuze bleiben Paris-Charles de Gaulle und Amsterdam-Schiphol.

Nach der Statistik des europäischen Fluglinienverbands AEA lag Air France 2003 beim Personenverkehr im Liniendienst mit 99,1 Milliarden verkauften Passagierkilometern auf Platz zwei - hinter Branchenführer British Airways, der mit Überseeflügen traditionell auf die größte Beförderungsleistung kommt (100,4 Milliarden), und noch vor der Lufthansa (96,6 Milliarden). KLM verzeichnete 57,9 Milliarden Passagierkilometer.

Auch im Frachtgeschäft wird das neue Duo den europäischen Markt anführen. Im vergangenen Jahr stand dort noch die Lufthansa klar an erster Stelle mit 7,3 Milliarden Frachttonnenkilometern vor Air France (4,9 Milliarden), KLM (4,4 Milliarden) und British Airways (4,2 Milliarden Tonnenkilometer).

Bei den Jahresumsätzen dürfte Air France-KLM mit 19,2 Milliarden Euro nicht nur die gut 17 Milliarden Euro der Deutschen Lufthansa überflügeln, sondern selbst den weltweiten Branchenführer American Airlines. British Airways meldete zuletzt 7,7 Milliarden Pfund (11,4 Mrd. Euro) Jahresumsatz. KLM war zwar finanziell angeschlagen und deshalb für die Übernahme anfällig, ist den Großen aber bei der Auslastung ihrer Passagiermaschinen voraus. Für 2003 weist die AEA-Statistik eine Quote von 79,3 Prozent aus: Fast vier von fünf Sitzplätzen der KLM-Flieger waren im Schnitt besetzt. Die Lufthansa kam bei größerem Angebot immer noch auf überdurchschnittliche 77,8 Prozent, Air France auf 75,3 und die BA auf eher magere 72,9 Prozent.


[dpa,afp,Hotelkritiken]


 
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