 |
 |
 |
 |
Zurück zur Nachrichtenübersicht
zum Newsarchiv 01 / 2004
Zur Startseite von Hotelkritiken
| Neue Sicherheitsbestimmungen für Kreuzfahrtschiffe |
 |
28.01.2004 (Hamburg): Passagiere von Kreuzfahrtschiffen müssen sich vom 1. Juli an auf stärkere Kontrollen einstellen. Neuen Regelungen der für die weltweite Schifffahrt zuständigen International Maritime Organisation (IMO) zufolge müsse bei jedem Ein- und Aussteigen das Gepäck dann wie auf Flughäfen kontrolliert werden. Das berichtet die Wochenzeitung 'Die Zeit' in einem Interview mit Bernd Migeod, Kapitän bei der deutschen Kreuzfahrtreederei Seetours im hessischen Neu-Isenburg. Ziel ist es, Schiffe und Hafenanlagen vor terroristischen Angriffen zu schützen.
Dem so genannten International Ship and Port Facility Security Code (ISPS) zufolge besteht die Pflicht, während des Aufenthalts im Hafen Öffnungen im Schiffsrumpf zu bewachen oder zu verschließen. Die Besatzung der Seetours-Schiffe sei bereits um einen Security-Offizier und sechs Security-Guards aufgestockt worden, so Migeod. Auf Waffen an Bord müssen sich Passagiere laut Migeod bei Seetours aber nicht einstellen: 'Wir machen das aber nicht, weil aus unserer Sicht die Risiken größer sind als der Nutzen.'
Um Sicherheitsrisiken in anderen Ländern auszuschalten, teilt der ISPS-Code Häfen in drei Gefahrenstufen ein. Bernd Migeod: 'Wir erhalten Informationen von offiziellen Stellen in Deutschland und Großbritannien ... Vergangenes Jahr hat eines unserer Schiffe zum Beispiel kurzfristig auf einen geplanten Stopp in Casablanca verzichtet und dort nicht festgemacht.' Für die Einhaltung der neuen Bestimmungen sind die Transportbehörden des Landes zuständig, unter dessen Flagge ein Schiff fährt. Kapitän Migeod: 'Dort erhalten wir nach der Überprüfung ein Zertifikat, wer das nicht hat, der kann praktisch ab Juli nirgends mehr fahren.'
Mit dem ISPS-Code seien nun viele Regelungen, die bereits auf verschiedenen Schiffen angewendet wurden, international vereinheitlicht worden, so Christian Boergen, Sprecher des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbandes (DRV) in Berlin. Ob die Reedereien die Kosten für die erhöhte Sicherheit auch an den Kunden weitergeben, ist Boergen zufolge fraglich: Durch viele neue Schiffe sei das Angebot gewachsen und der Konkurrenzdruck unter den Reedereien größer geworden.
[Die Zeit, ots, dpa]
Zurück zur Nachrichtenübersicht
zum Newsarchiv 01 / 2004
Zur Startseite von Hotelkritiken
|
 |
 |